Jahresrückblick 2025: Ein zähes Jahr zwischen viel Arbeit und wenig Umsatz

Mein-45-Geburtstag

2025 hat sich zäh angefühlt. Ich habe wirklich viel gearbeitet, oft auch an den Wochenenden, aber die Anstrengungen haben sich (noch) nicht ausgezahlt. Einige Projekte waren wahrscheinlich komplett für die Katz und lassen sich höchstens unter Experimente oder Learnings verbuchen. 😅 Aber leider bezahlen Learnings keine Rechnungen. Ich war mega genervt, dass ich am Monatsende oft Geld von einem auf das andere Konto verschieben musste. Das passiert mir nicht nochmal!

Warum ich am Monatsende oft knapp bei Kasse war und was ich nächstes Jahr anders mache, liest du in diesem ehrlichen Jahresrückblick.

Meine Themen und Highlights in 2025

Viel Arbeit, wenig Umsatz

Ein Muster, das sich durchs ganze 2025 zog: Ich hab enorm viel Zeit und Energie in Projekte investiert, die sich irgendwann mal auszahlen, anstatt in Kundenprojekte, die jetzt meine Rechnungen bezahlen. Im Nachhinein war das nicht so schlau. 😅 Nachfolgend eine kleine Auswahl.

Lernplattform-Inhalte für eine Handvoll Kunden erstellt

Als Teil meines SEO-Coachings habe ich umfangreiche Video-Inhalte für meine Lernplattform in ThriveCart entwickelt und stundenlang Skripte geschrieben, von meiner Designerin Präsentationen erstellen lassen, Videos aufgenommen und bearbeitet. Die Idee war, daraus später einen größeren SEO-Online-Kurs zu entwickeln. Aber inzwischen habe ich das Konzept verworfen. Am Ende wurden diese Videos von kaum jemanden angesehen. Hunderte Stunden Arbeit für den Ar***? Naja, das einzig Gute daran: ich kann diese Inhalte 2026 zum Beispiel als Blogartikel, E-Book oder einen neuen Leadmagneten recyceln.

Meine erste Live-Masterclass für 4 Teilnehmer organisiert

Ich habe gemeinsam mit Copywriterin Stefanie Schmidmeister, die ich über Instagram kennengelernt habe, am 3. September2025 die erste Live-Masterclass der SEO Akademie gehalten. Auch hier steckten bestimmt locker 100 Arbeitsstunden oder mehr drin. Ich habe dafür drei umfangreiche Blogartikel erstellt, Social-Media-Inhalte, ein Workbook und das ganze technische Setup geregelt. Stephie hat sich um die Texte für die Warteliste, Salespage und E-Mail-Sequenzen gekümmert.

Das Ergebnis: vier Käufer und ein Brutto-Umsatz von 770 Euro. Nach Abzug aller Kosten lag der Nettogewinn pro Person bei 66,65 Euro. 🫠

Hat es Spaß gemacht? Absolut. Habe ich viel gelernt? Definitiv. Hat es sich finanziell gelohnt? Leider nein.

Die Masterclass war inhaltlich und organisatorisch ein Erfolg, aber aufgrund meiner kleinen E-Mail-Liste hatte ich einfach nicht genug Reichweite für potenzielle Käufer. Trotzdem habe ich vor allem aus der Zusammenarbeit mit Stephie sehr viele Learnings und Erfahrung mitgenommen – und Assets entwickelt (wie eine Landingpage für eine Warteliste und eine Salespage), die ich für zukünftige Masterclasses recyceln kann. Außerdem wird es die Masterclass 2026 als Step-by-Step-Guide geben, die wir hoffentlich noch ein paar Mal verkaufen.

Screenshot einer automatisierten Kaufbestätigung für die Masterclass
So fühlt sich Erfolg an: Eine automatisierte Kaufbestätigung für die Masterclass. Davon zukünftig bitte mehr. 😀

Mein erster SEO-Adventskalender

Nach der Masterclass im Herbst ist mir bewusst geworden, dass ich unbedingt an meiner Reichweite arbeiten muss, damit ich mehr potenzielle Kunden für meine Angebote erreichen kann. Meine E-Mail-Liste war mein bestes Verkaufstool gewesen, aber halt einfach noch zu klein.

Deshalb entschied ich mich, den Fokus meines 4. Quartals auf den Aufbau meiner E-Mail-Liste mithilfe eines SEO-Adventskalenders zu legen. Auch dieses Projekt war zeitintensiv: ich musste das technische Setup einrichten, den Adventskalender bewerben und dann natürlich alle 24 Inhalte erstellen – und das, ohne einen Cent Umsatz zu machen. 😮‍💨

Das Schreiben der Inhalte hat mir super viel Spaß gemacht und ich habe mich nochmal viel intensiver mit dem Thema KI und GEO auseinandergesetzt. Auch der Austausch mit der Community war mega. Und das Beste: Ich konnte meine E-Mail-Liste verdreifachen! Aber auch dieses Projekt fiel in die Kategorie „Das zahlt sich erst später aus.

Silvia Schulz beim Aufnehmen des Willkommensvideo des SEO-Adventskalenders
Hier wird das Willkommensvideo des SEO-Adventskalenders aufgenommen

Instagram-Reels für 20 Zuschauer gedreht

Ein weiteres Projekt mit extrem schlechtem Aufwand-Ertrag-Verhältnis war Instagram. Warum mich diese Plattform 2025 so viel Zeit, Energie und Nerven gekostet hat, erzähle ich im nächsten Abschnitt ausführlicher.

Meine Love-Hate-Beziehung mit Instagram

Ich hab’s getan: Ich habe die Instagram-App an Silvester 2025 von meinem Handy gelöscht. Ganz spontan und gleichzeitig überhaupt nicht. 😅 Denn meine Beziehung zu Instagram war 2025 vor allem eines: einseitig. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Sehr viel Mühe. Ich habe …

  • bis zum Sommer regelmäßig Reels mithilfe meiner Kamerafrau (meiner Nichte Karlijn) aufgenommen
  • mir ein Feed-Makeover gegönnt und neue Vorlagen von einer Designerin anfertigen lassen
  • an einer Reels-Challenge teilgenommen
  • neues Equipment gekauft (Ansteckmikrofon)
  • ManyChat-Automatisierungen eingerichtet
  • Bezahlversionen von CapCut und ManyChat genutzt
  • eine 100-Tage-Story-Challenge durchgezogen

Das Ergebnis: 13 neue Follower.

Lange habe ich mir eingeredet, dass meine Skills einfach noch nicht gut genug sind. Wahrscheinlich stimmt das sogar. Aber irgendwann stellte sich mir eine andere Frage: Wie lange soll man an einer Plattform festhalten, die einem selbst immer weniger Spaß macht und dem Business faktisch nichts bringt?

Ich will eine florierende Selbstständigkeit aufbauen, aber kein Content Creator oder Influencer werden!

Im Oktober bin ich dann über den Podcast „Social Media frei“ von Alexandra Polunin gestolpert und habe mehrere Episoden gebinged. Besonders die Folge Ein kritischer Blick auf Social-Media-Coaches war für mich ein echter Aha-Moment. Mir fiel wie Schuppen von den Augen, dass ich in eine Denkfalle geraten war.

Nachdem ich 2023 beschlossen hatte, Instagram ernsthaft anzugehen, bin ich unzähligen Social-Media-Coaches gefolgt. Die Botschaft „Du brauchst Instagram für deine Selbstständigkeit“ hat sich fest in mein Denken eingebrannt, ohne dass ich sie je wirklich hinterfragt habe.

Rückblickend hätte mich schon während meiner Wettbewerbsanalyse etwas stutzig machen müssen: Fast alle SEO-Accounts auf Instagram waren verwaist. Aber ich dachte: Ich mach’s besser. Ich zieh’s durch. Ich halte länger durch. Da ist mein Ego wohl mit mir durchgegangen… 😅

Einige erfolgreiche Online-Unternehmer wie Tim Gelhausen betonen immer wieder, wie wichtig Durchhaltevermögen ist und dass die meisten kurz vor dem Durchbruch aufgeben. Mag sein. Aber 2025 habe ich gelernt, dass mein Jahresmotto „Einfach dranbleiben“ an sich kein Wert ist, wenn Aufwand und Ergebnis dauerhaft in keinem Verhältnis stehen.

Ich habe unglaublich viele Stunden in Instagram investiert – für beinahe null Resultat. Das einzig Positive: Zwei schöne Kollaborationen mit anderen Selbstständigen, wie Copywriterin Stephie, sind daraus entstanden. Aber neue Leads? Fehlanzeige.

Für mich ist deshalb klar: Ich werde in nächster Zeit keine neuen Reels mehr erstellen. Es macht mir einfach keinen Spaß mehr. Aktuell performen Karussell-Posts zwar besser, aber auch das ist nicht meine Zone of Genius. Wie genau ich Instagram 2026 nutzen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht nur noch, um meine Blogartikel zu teilen. Vielleicht auch gar nicht mehr.

Aber eines weiß ich sicher: Instagram bleibt von meinem Smartphone erstmal gelöscht!

Silvia Schulz beim Aufnehmen von Reels mit ihrer Kamerafrau Karlijn (ihre Nichte)
Beim Aufnehmen von Reels mit meiner Kamerafrau Karlijn (meine Nichte)

Projekte, die mir 2025 richtig viel Spaß gemacht haben

Nach all den strategischen Fehlannahmen und Projekten, die sich irgendwann mal auszahlen werden, wäre es unfair, 2025 nur als „schlechtes Jahr“ abzuhaken. Denn es gab Kundenprojekte, die mir enorm viel Spaß gemacht haben.

Webshop-Optimierung eines Schmuckherstellers

Seit Sommer arbeite ich an der Optimierung des Webshops eines Schmuckherstellers und bin dabei komplett in meiner Zone of Genius. Ich habe die Keyword-Strategie entwickelt, alle 700 Produkttitel überarbeitet und die Webseitentexte optimiert. Was mir daran am besten gefällt: die Kombination aus strategischem Denken und Copywriting.

Schreiben von Landingpages für eine Ferienhaus-Website

Für die kleine Ferienhaus-Website eines Privatkunden habe ich eine SEO-Strategie entwickelt und erste Landingpages geschrieben. Ich bin gespannt über das Resultat und wie viele Buchungen über die Webseite reinkommen werden. Und jetzt hab ich so Lust auf Urlaub in Vorpommern. 😍

1:1 SEO-Coaching

Auch wenn ich 2025 nur wenige Kunden im SEO-Coaching begrüßen durfte (und mich meine erste Kundin nach wenigen Monaten Zusammenarbeit geghostet hat, andere Geschichte 😓) macht mir die 1:1 Zusammenarbeit mit soloselbständigen Dienstleistern viel Spaß und ich freue mich immer riesig, wenn auf ihren Webseiten eine neue Serviceseite oder überarbeitete Über-mich-Seite live geht. Nur am Format dieses Angebots muss ich noch arbeiten. Wahrscheinlich werde ich die einzelnen Module des Coachings zukünftig in kleinere Angebote aufteilen. Aktuell ist dieses Angebot viel zu umfangreich.

Konstante Agenturkunden

Meine festen Agenturkunden haben den Hauptumsatzsatz in 2025 ausgemacht. Für verschiedene Unternehmen erstelle ich SEO-Briefs, übersetze jeden Monat Blogartikel oder schreibe neue Landingpages. Die Themenpalette ist vielseitig und reicht von internationalen Outdoor-Marken über Unternehmensberatungen bis hin zu Luxus-Reiseanbietern. 🐘🏝️

Ich muss gestehen, dass ich diesen Businesszweig, der unter meiner WinWithWords-Marke läuft und mir eigentlich die stabilsten Einnahmen bringt, 2025 vernachlässigt habe. Doch im Herzen bin ich nach wie vor Dienstleisterin und mag diese Art der Zusammenarbeit sehr.

Projekt: Knappe Kasse aufbessern

Weil ich 2025 so viel Zeit in unbezahlte Tätigkeiten investiert habe, wurde es im Laufe des Jahres finanziell immer knapper. Das hat mich enorm genervt. Ich hatte schon mit 14 meinen ersten Nebenjob (Inventur bei Netto) und habe auch während meines Studiums nebenbei bei der Sächsischen Zeitung in Dresden gearbeitet. Ich war immer stolz darauf gewesen, dass ich nie finanzielle Schwierigkeiten hatte. Aber plötzlich musste mein Mann einen größeren Teil unserer Kosten stemmen und unsere Urlaube bezahlen.

Gerade als ich darüber nachdachte, ob ich meine Selbstständigkeit an den Nagel hängen sollte, leitete eine Kollegin eine Stellenanzeige an mich weiter (Danke, Magali! 😄). Ein bekannter Essenslieferdienst suchte in Amsterdam einen deutschen Senior Copywriter als dreimonatige Urlaubsvertretung.

Ich habe noch am selben Tag meinen Lebenslauf überarbeitet, mich beworben und am Folgetag direkt eine Einladung zu einem Probetext bekommen. Eine Woche und drei Bewerbungsgespräche später hatte ich die Stelle in der Tasche.

Ich kann immer noch nicht glauben, wie einfach es war, diese Stelle zu bekommen! So viel einfacher, als neue Kunden für die SEO Akademie zu gewinnen oder neue Angebote zu entwickeln. Irgendwie krass! 🤩

Seit dem 1. Dezember arbeite ich also vier bis fünf Tage pro Woche für dieses Unternehmen – meistens aus dem Homeoffice, aber regelmäßig auch in der Firmenzentrale. Wieder in ein Team eingebunden zu sein, ist eine ganz neue Erfahrung. Ich bin Teil der kreativen Inhouse-Agentur und schreibe die Texte für die Kampagnen des Marketing-Teams, die anschließend von den Designern visuell umgesetzt werden. Ziemlich cool!

Die Stelle ist anfänglich auf drei Monate ausgelegt, mit Möglichkeit auf Verlängerung. Ich habe lange darüber nachgedacht, aber ich glaube, das ist genau das, was ich aktuell brauche: mehr Ruhe. Eine feste Stelle, die für ein regelmäßiges Einkommen sorgt. Zeit zum Durchatmen. Ich bin seit 16 Jahren komplett selbstständig, aber seit 2024 laugt mich diese Art der Selbstständigkeit mehr aus, als dass sie mir Freude bereitet. Es ist Zeit für einen Reset.

Selfie von Silvia Schulz: Erster Tag als German Senior Copywriter für einen neuen Freelance-Kunden
1. Dezember 2025: Mein erster Tag als German Senior Copywriter für einen neuen Freelance-Kunden 😍

Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Mein 2025-Fazit

Worauf bin ich 2025 stolz?

Auf diese Dinge bin ich besonders stolz. Ich habe …

  • mich kontinuierlich weitergebildet und in einen einjährigen Notion-Kurs von Lea Giltjes und in die Membership Mission KI von Tim Gelhausen und (nochmal) Lea Giltjes investiert.
  • an mehreren Familienaktivitäten meiner (kinderreichen) Schwiegerfamilie teilgenommen, auch wenn ich als introvertierte Person ehrlich gesagt lieber zu Hause geblieben wäre. 😅
  • im Durchschnitt dreimal pro Woche Sport gemacht: einmal Bodypump, einmal Personal Training mit meinem Trainer Hans und einmal HIIT. Mein Körper hat es mir gedankt und ich war im ganzen Jahr nur zweimal erkältet. 🏋️
  • mich im Oktober bei einem zweiten Fitnessstudio direkt um die Ecke angemeldet und mir dort ein Reformer-Pilates-Paket gegönnt, das ich etwa zweimal pro Woche nutze.
  • einen Gastartikel zum Thema „So optimierst du deine Angebotsseite für Google“ für die Business-Coaches von OverTheMaze geschrieben.
  • mich in neue Projekte gestürzt, wie eine Masterclass und einen SEO-Adventskalender, auch wenn es super anstrengend und scary war.

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

  • meine Zeit nicht länger in die Erstellung von Content für Instagram zu verschwenden
  • einen SEO-Adventskalender als Leadmagneten anzubieten
  • für andere Einkommensarten offen zu sein
  • mir eine dreimonatige Freelance-Stelle zu suchen, um meine Finanzen zu stabilisieren
  • ein neues Fitnessstudio auszuprobieren
  • meine Kalorien mithilfe einer App (Yazio) zu tracken

Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?

Ich habe 2025 viel über das Thema Selbstständigkeit nachgedacht und darüber, was ich daran wirklich liebe. Vor allem die Autonomie, meine Zeit frei einteilen zu können, den Fokus meiner Services zu verändern und meine Kunden selbst auszuwählen.

Im Gegenzug bin ich bereit, mehr Stunden zu arbeiten, auch mal am Wochenende, Geld in Fortbildungen zu investieren und Verantwortung zu übernehmen. Aber was mir lange nicht klar genug war: Ein ganz zentraler Teil dieser Gleichung ist für mich das finanzielle Potenzial, das Selbstständigkeit bieten kann.

Mir geht es nicht um Luxus, sondern um Entscheidungsfreiheit. Ich möchte selbst bestimmen, wann ich beruflich kürzertrete, und mir nicht von staatlichen Rentenmodellen diktieren lassen, wie viele Stunden ich bis zu welchem Alter arbeiten muss.

Genau diesen Teil habe ich in den vergangenen Jahren aus dem Blick verloren. Ich war zu sehr damit beschäftigt, an der SEO Akademie zu bauen: Inhalte zu erstellen, Blogartikel zu schreiben, Kurse zu entwickeln, Instagram zu bespielen, Newsletter aufzubauen, Leadmagneten zu kreieren und neue Angebote zu konzipieren.

Die Einnahmenseite habe ich dabei vernachlässigt. Das hat mir 2025 sehr deutlich gezeigt: Ohne finanzielle Stabilität leidet meine Kreativität.Und ohne Kreativität verliere ich genau das, was mir an der Selbstständigkeit am wichtigsten ist.

So kann es nicht weitergehen. Finanzielle Stabilität ist für mich die Voraussetzung einer erfüllenden Selbstständigkeit. Und genau das wird mein zentrales Thema für 2026 sein.

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Ich bin 2025 besonders dankbar, dass …

  • mein Mann Frank mir bei meiner Selbstständigkeit den Rücken freihält 😍
  • mir meine beiden lieben Kater Barney und Stuart immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern 🐈🐈‍⬛
  • meine Eltern gesund und selbstständig sind, endlich ihre Rente genießen und all die Dinge nachholen, für die sie früher nie Zeit hatten
  • unsere Freunde und andere Familienmitglieder auch alle gesund sind
  • wir kontinuierlich die Hypothek unserer gemütlichen Eigentumswohnung in Amsterdam abbezahlen
  • wir auch unerwartete Tierarztkosten begleichen können
  • wir in Amsterdam so viele Möglichkeiten haben, um spontan etwas Nettes in der Stadt unternehmen oder auch daheim bleiben zu können
  • ein neues Fitnessstudio direkt um die Ecke aufgemacht hat
  • ich jeden Tag entspannt auf meinem Sofa sitzend mit einer Kanne japanischem grünem Tee und zwei Katern neben mir ruhig und stressfrei in den Tag starten kann (ich liebe diese Ruhe am Morgen) 🍵
  • mein Leben im Allgemeinen sehr ruhig und entspannt ist – auch wenn das für Außenstehende langweilig wirken mag. Für mich fühlt es sich genau richtig an.

Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2026?

2025 lasse ich vor allem eine Denkweise zurück: Dranbleiben um jeden Preis.

Mein Jahresmotto 2025 lautete „Einfach dranbleiben“. Und ja, Durchhaltevermögen ist wichtig. Aber dieses Jahr habe ich sehr deutlich gespürt, dass Durchhalten allein kein Qualitätsmerkmal ist. Manche Projekte erweisen sich schlicht als Sackgasse!

Im Herbst habe ich The Dip von Seth Godin gelesen – ein kurzes Buch darüber, wann sich Dranbleiben lohnt und wann Aufgeben die klügere Entscheidung ist. Die zentrale Erkenntnis: Gewinner sind nicht die, die niemals aufgeben, sondern die, die strategisch aufgeben, um ihre Energie für das Richtige freizumachen.

Ich habe mich beim Lesen oft ertappt gefühlt. Vor allem in Bezug auf Instagram, aber auch bei einzelnen Angebotsideen und Marketingstrategien. Ich habe lange weitergemacht, obwohl sich weder Ergebnisse noch Freude eingestellt haben, aus Hoffnung, aus Stolz oder weil ich mir selbst beweisen wollte, dass ich es „durchziehen“ kann.

Das lasse ich 2025 zurück. 2026 möchte ich nicht mehr fragen: Wie lange ziehe ich das noch durch? Sondern: Gibt mir das Energie, Freude und Resultate? Wenn nicht, dann Tschüss. 👋

Mein 2025 in Zahlen (im Vergleich zu 2024)

  • Verschickte Newsletter der SEO Akademie: 34 -> 47 (Steigerung um 38 %)
  • Anzahl Newsletter-Abonnenten: 48 -> 164 (Steigerung um 242 %)
  • Instagram-Follower: 71 -> 84 (Steigerung um 18 %)
  • Anzahl veröffentlichter Blogartikel: 11 -> 15 (Steigerung um 36 %)
  • Website-Klicks in 2025: 399
  • Höhe meiner Domain Authority: 2 -> 6
  • Reformer-Pilates-Sessions seit Ende Oktober: 17

Mein Ausblick auf 2026

Was ich 2026 anders (besser) mache

Ich habe in den vergangenen zwei Jahren viel Zeit und Energie darauf aufgewendet, neue Fähigkeiten zu erlernen und an meinen Schwächen zu arbeiten, zum Beispiel das Schreiben von Videoskripten und Hooks, das Sprechen vor der Kamera oder das Aufnehmen und Schneiden von Videos.

Im letzten Quartal von 2025 habe ich mir jedoch eine ehrliche Frage gestellt: „Brauche ich diese Skills wirklich oder versuche ich, jemand zu werden, der ich gar nicht sein will?“

Als ich im November begann, die Inhalte meines SEO-Adventskalenders zu entwickeln, war mein erster Gedanke, für jeden Tag ein Video aufzunehmen – weil ich das auch so bei anderen SEO-Adventskalendern gesehen hatte. Doch allein die Vorstellung, 24 Videoskripte zu schreiben, 24 Videos aufzunehmen und anschließend auch noch zu bearbeiten, hat mich beinahe gelähmt. 😫

Bis ich plötzlich dachte: „Warum müssen es eigentlich Videos sein? Ein textbasierter Newsletter würde doch genauso funktionieren.“ Das war für mich ein echter Durchbruch!

Denn das Schreiben von Texten ist meine persönliche Stärke und zieht sich durch meinen gesamten Lebenslauf. Schon an der Uni habe ich für die Studenten- und die Lokalzeitung geschrieben. Als SEO-Übersetzerin und SEO-Expertin arbeite ich täglich mit Websitetexten. Und heute schreibe ich als Inhouse-Copywriterin Push-Nachrichten, die von Hunderttausenden Menschen auf ihrem Handy gelesen werden.

Zurück zum Adventskalender: Das Schreiben dieser 24 Newsletter hat mir enorm viel Spaß gemacht und mich daran erinnert, wo meine eigentlichen Stärken liegen. Videos habe ich übrigens nur eines aufgenommen – das Willkommensvideo.

Genau darauf möchte ich 2026 aufbauen: Ich will mehr von dem machen, was ich bereits gut kann. Was mir leichtfällt. Und was mir Freude macht.

Natürlich gehört es zur Selbstständigkeit auch dazu, sich mit Dingen zu befassen, die man weniger gut kann oder die nicht immer Spaß machen (Hallo, Buchhaltung!). Aber die Balance muss stimmen! Ich möchte nicht, dass sich ALLES zäh und schwer anfühlt.

Für 2026 wünsche ich mir daher ein Business, dass auf meinen Stärken basiert, wirtschaftlich tragfähig ist – und mir Freude bereitet.

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Ich miste gerade meine alten Angebote aus und nehme meinen SEO-Website-Check vom Markt. Auch mein 1:1 SEO-Coaching wird es bald in anderer Form geben. Aktuell ist es einfach zu umfangreich. Wahrscheinlich werde ich es in kleinere Angebote aufteilen und die Idee eines großen SEO-Onlinekurses habe ich ebenfalls verworfen.

Am besten informiert bleibst du, wenn du meinen wöchentlichen Newsletter abonniert. Dort teile ich neue Angebote und meine Community bekommt die besten Konditionen. Internationale Kunden und KMU bediene ich über mein WinWithWords-Business.

Meine wichtigsten Ziele für 2026

Businessziele:

  • Mein Mindestumsatzziel bekommt höchste Priorität. Erst wenn mein monatliches Soll erfüllt ist, werde ich mit den folgenden Punkten auf dieser Liste weitermachen. Im Januar und Februar bleibt meine Freelance-Stelle an erster Stelle. Wie es langfristig damit weitergeht, weiß ich noch nicht.
  • Ich rücke die Dienstleistungen meines WinWithWords-Business, wo ich internationalen Marken dabei helfe, mit ihren deutschen Webseiten sichtbar zu werden und Kunden zu gewinnen, wieder in den Vordergrund.
  • Ich veröffentliche 12 Blogartikel.
  • Ich entwickle ein neues Angebot für die SEO Akademie (vielleicht eine bezahlte Challenge oder ein 1:1-Angebot).
  • Es wird wieder einen SEO-Adventskalender geben. 🤩
  • Bonus: Ich launche das erste Gruppenprogramm der SEO-Akademie. Wie das genau aussehen wird, weiß ich noch nicht, aber der Community-Aspekt und der Austausch mit Gleichgesinnten soll dabei im Vordergrund stehen.

Privatziele:

  • Mein reguläres Fitnessstudio wurde im Herbst von der großen Fitnessstudiokette TrainMore übernommen und damit änderte sich auch die Zusammenarbeit mit meinem langjährigen Personal Trainer Hans, die nun unregelmäßiger wird. Ich muss lernen, auch ohne Hans regelmäßig Krafttraining zu machen. 🏋️
  • Ich pflege meine Freundschaften und schreibe meinen besten Freunden im Ausland jede Woche eine WhatsApp-Nachricht.
  • Ich tracke weiterhin meine Kalorien in Yazio, um die restlichen 4 Coronakilos loszuwerden.
  • Ich lese morgens keine Nachrichten mehr auf meinem Handy, sondern starte neben meiner obligatorischen Kanne grünem Tee aus Japan mit einem Buch in den neuen Tag.
  • Ich fülle erst meinen Notfallgroschen und dann mein geplündertes Aktiendepot wieder auf. Das Letztere wird sich wohl über mehrere Jahr hinziehen.
  • Ich mache vier Kurzurlaube über das Jahr verteilt, nehme mir zwei Wochen im Sommer frei und auch die Zeit zwischen den Feiertagen im Dezember.
  • Ich baue mir ein Leben auf, von dem ich keinen Urlaub brauche.

Mein Motto für 2026 heißt: Zurück zu meiner Zone of Genius

In den letzten zwei Jahren habe ich viele Entscheidungen für mein Online-Business aus einem Gefühl des „Ich sollte das auch können“ heraus getroffen. Ich habe Strategien übernommen, weil sie für andere funktioniert haben, Plattformen bespielt, weil man sie angeblich braucht, und Fähigkeiten gelernt, die eher meine Schwächen als meine Stärken adressiert haben.

2026 soll anders werden. Mein Motto „Zurück zu meiner Zone of Genius“ wird meine Entscheidungshilfe sein. Jede neue Idee, jedes Angebot und jedes Projekt darf sich an einer einfachen Frage messen lassen: Baut das auf dem auf, was ich wirklich gut kann? Liegt das in meiner Zone of Genius?

5 Kommentare

  1. „Ich baue mir ein Leben auf, von dem ich keinen Urlaub brauche“ — das könnte glatt mein Jahresmotto werden.
    Deine Zone of Genius ist gaaanz groß, und ich wünsche dir ein gelingendes neues Jahr, für das die Erfahrungen des letzten ein Sprungbrett sind.
    Bis hoffentlich bald mal wieder beim „Unplugged“
    liebe Grüße aus Berlin,
    Susanne

  2. Vielen Dank, Silvia, für diesen ehrlichen Rückblick! Ich kann viele deiner Gedankengänge gut nachvollziehen. Ich habe auch einen Job angenommen, der für ein gewisses Grundrauschen auf dem Konto sorgt und kann dafür in meinem Soulbusiness genau die Dinge tun, die mir Spaß machen!
    Ich wünsche dir für 2026 viel Erfolg bei allem, was du tust!
    Liebe Grüße
    Anette

  3. Vielen Dank für diesen offenen und ehrlichen Jahresrückblick.
    Besonders der Punkt „dran bleiben“ hat mir interessante Fragen für mich mitgegeben.

    Ich wünsche dir bei allen Plänen in 2026 viel Erfolg. 🙂

  4. Danke für diesen sehr ehrlichen Einblick in dein 2025. In einigen Punkten erkenne ich mich sehr gut wieder. Es ist sehr erfrischend zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die sich mit Instagram einfach nicht anfreunden kann 🙈

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg für dein 2026 und bin gespannt wie sich deine Produkte entwickeln.
    Liebe Grüße
    Selina

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