Die perfekte Über-mich-Seite für Solo-Selbstständige (2025)

Beitragsbild zum Artikel: Die perfekte Über-mich-Seite für Solo-Selbstständige (2025)

Die Über-mich-Seite gehört zu den Top 3 der meistgeklickten Seiten auf Websites von Solo-Selbstständigen direkt nach der Homepage und Kontaktseite. Trotzdem wird sie beim Website-Relaunch oder bei der Texterstellung oft stiefmütterlich behandelt. „Ich schreib da einfach ein bisschen was über mich …“ – und fertig. Aber damit verschenkst du riesiges Potenzial.

Denn gerade für Solo-Selbstständige, Freelancerinnen und Dienstleisterinnen ist die Über-mich-Seite ein zentrales Element im Online-Marketing. Hier entscheidet sich, ob aus einem anonymen Websitebesucher ein Fan, ein Follower oder sogar ein Kunde wird.

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • welche Elemente auf keiner Über-mich-Seite fehlen dürfen,
  • wie du deine Seite sinnvoll aufbaust, ohne dich zu verbiegen,
  • und wie du sie für Google & KI-Suchmaschinen fit machst, ohne dass sie nach SEO-Text klingt.

Zusätzlich findest du viele Beispiele, Ideen und Inspirationen – auch aus der Community. Und wenn du Lust hast, dich weiter reinzunerden, gibt’s eine Handvoll vertiefender Artikel, die dir beim Schreiben helfen. Klingt gut? Dann los.

Inhalte

Was deine Über-mich-Seite alles leistet

Deine Über-mich-Seite ist viel mehr als ein netter Text über deinen beruflichen Werdegang. Sie ist ein strategisches Werkzeug, das mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt:

Übersicht der 7 Zwecke einer Über-mich-Seite
  • Sie baut Sichtbarkeit auf: Deine Über-mich-Seite hilft dir, bei Google und KI-Suchmaschinen wie ChatGPT besser gefunden zu werden, vor allem, wenn jemand nach deinem Namen sucht.
  • Sie schafft Vertrauen: Gerade bei hochpreisigen Leistungen ist Vertrauen entscheidend. Hier gibst du deinem Angebot durch Text, Bild und Tonfall ein Gesicht.
  • Sie zeigt Persönlichkeit: Deine Leser wollen wissen, wer hinter dem Business steckt. Deine Haltung, dein Stil, deine Eigenheiten dürfen hier sichtbar werden.
  • Sie beeinflusst Kaufentscheidungen: Deine Geschichte, deine Werte und deine Tonalität wirken mit – oft unterschätzt, aber verkaufspsychologisch relevant.
  • Sie bringt Leads oder Buchungen: Viele Websitebesucher tragen sich nach dem Lesen für deinen Newsletter ein oder buchen ein Kennenlerngespräch.
  • Sie erleichtert Kooperationen: Presse, Podcaster oder potenzielle Partner finden auf deiner Über-mich-Seite schnell, wer du bist, was du machst und warum eine Zusammenarbeit sinnvoll sein könnte.
  • Sie stärkt deine eigene Klarheit: Beim Schreiben deiner Über-mich-Seite wirst du sehr klar darin, wer du bist, was dich ausmacht, wofür du stehst und was du erreichen willst.

Zahlen, die zeigen, wie wichtig deine Über-mich-Seite wirklich ist

Wenn du denkst, dass kaum jemand deine Über-mich-Seite liest – hier ein paar Zahlen, die dich vom Gegenteil überzeugen:

  • Laut einer Studie von KoMarketing schauen sich 52 % der Besucher als Erstes die Über-mich-Seite an, wenn sie auf einer neuen Website landen.
  • 89 % der Käufer informieren sich laut Trustpilot-Umfrage vor einer Kaufentscheidung über Bewertungen und persönliche Infos – oft auf der Über-mich-Seite.
  • Für fast die Hälfte aller Käufer (49 %) zählen laut derselben Trustpilot-Umfrage eine authentische Darstellung und Kundenbewertungen zu den drei wichtigsten Kaufkriterien.
  • Laut Think with Google beeinflusst Social Proof das Kaufverhalten mit 26 % noch vor Markenbekanntheit (20 %) und Produktmerkmalen (17 %).
  • Ein professionelles Portraitfoto kann die Conversion-Rate auf deiner Seite um bis zu 35 % steigern (Quelle).

Fazit: Die Über-mich-Seite ist keine Spielwiese für Selbstdarstellung. Sie ist ein zentrales Verkaufs- und Vertrauenselement deiner Website – vor allem, wenn du alleine unterwegs bist und dein Business stark auf dich als Person aufbaut.

Die 7 häufigsten Fehler auf deiner Über-mich-Seite

Deine Über-mich-Seite soll verkaufen und gleichzeitig bei Google und anderen KI-Suchmaschinen gefunden werden. Hier sind sieben typische Fehler, die du besser vermeidest.

Aber zuerst zeigen dir Stephanie Schmidmeister und ich in diesem YouTube Shorts die 5 häufigsten Fehler, die Solo-Selbstständige auf ihrer Über-mich-Seite machen – kurz, knackig und mit einem Augenzwinkern.

Fehler 1: Du optimierst deine Über-mich-Seite nicht für Suchmaschinen

Viele denken, die Über-mich-Seite bringt aus SEO-Sicht nichts. Doch sie ist oft die erste Anlaufstelle, wenn jemand deinen Namen googelt. Also: Natürlich hat sie Rankingpotenzial und zwar genau für deinen Namen!

Fehler 2: Du hast keinen Call-to-Action

Du lässt deine Besucher am Ende deiner Seite einfach stehen. Und sie fragen sich: „Okay … und jetzt?“ Sag ihnen klar, wie es weitergeht: Kontakt aufnehmen, Kennenlerngespräch buchen, dir auf LinkedIn folgen – ganz egal. Hauptsache, du leitest sie zum nächsten Schritt.

Fehler 3: Du vergisst deinen Namen im Text

Damit deine Seite für deinen Namen ranken kann, muss dein Name mehrfach im Text stehen – nicht nur im Impressum. Klingt banal, aber wird erschreckend oft vergessen. Wenn dein Name nicht auftaucht, wirst du auch nicht gefunden. Punkt.

Fehler 4: Du redest nur über dich

Klar, auf deiner Über-mich-Seite geht’s um dich, aber nicht nur! Wer deine Seite liest, will wissen: „Was habe ich davon?“ Erzähl deine Geschichte so, dass sich potenzielle Kundinnen wiederfinden und verstehen, wie sie davon profitieren.

Fehler 5: Du optimierst deine Fotos nicht

Auch Bilder können dir Sichtbarkeit bringen. Achte darauf, dass dein Portrait-Foto den Dateinamen enthält: vorname-nachname.jpg. So erkennen Google & Co., dass du auf dem Bild zu sehen bist und zeigen es in der Bildersuche.

Fehler 6: Du stellst deinen Lebenslauf in den Mittelpunkt

Die Über-mich-Seite ist kein Ort für einen chronologischen Lebenslauf. Kein Mensch interessiert sich für deine Jobs von vor 20 Jahren – vor allem, wenn sie nichts mit deinem heutigen Angebot zu tun haben. Achte deshalb auf Relevanz statt einer detaillierten Aufzählung.

Fehler 7: Du labberst zu viel

Ja, Storytelling ist wichtig. Aber bitte: kein Roman! Leser wollen schnell erfassen, was du machst, warum du es tust und ob sie sich in deiner Geschichte wiederfinden. Wer ewig nicht auf den Punkt kommt, verliert Leser (und potenzielle Kunden).

Die 12 wichtigsten Elemente auf deiner Über-mich-Seite

Nachfolgend findest du eine Übersicht mit allen wichtigen Elementen einer Über-mich-Seite. Aber keine Sorge, du musst nicht jedes davon verwenden. Entscheide selbst, welche Punkte für dich und dein Business ausschlaggebend sind. Wenn du noch keine Kundenstimmen oder Kundenlogos hast, bricht nicht die Welt zusammen. Wenn deine Positionierung noch unscharf ist, ist das völlig normal. Dann arbeite einfach mit dem, was du aktuell hast.

Die gute Nachricht: Du darfst oder solltest deine Über-mich-Seite regelmäßig an dein Business anpassen. Yeah!

1. Persönliche Fotos

Verzichte auf unpersönliche und austauschbare Stockfotos, sondern investiere lieber in ein Fotoshooting und nutze ein professionelles Portrait-Foto, auf dem du direkt in die Kamera schaust. So wirkst du authentisch und nahbar. Laut einer Studie kann ein solches hochwertiges Foto die Conversion-Rate auf der Seite um bis zu 35 Prozent steigern.

2. Dein Positionierungssatz

Das ist der wichtigste Textbaustein auf deiner Über-mich-Seite. Ein Positionierungssatz bringt auf den Punkt, was du für wen machst und warum das besonders hilfreich oder relevant ist. Er beantwortet die Frage: „Was bekomme ich bei dir und bin ich hier richtig?“ kurz und bündig.

Tipp: Der klassische Aufbau eines Positionierungssatzes lautet: Ich helfe [Zielgruppe], [Problem/Wunsch] zu lösen / erreichen, indem ich [Lösung/Methode] anbiete.

3. Dein Alleinstellungsmerkmal

Dein Alleinstellungsmerkmal, im Englischen auch als USP (Unique Value Proposition) bezeichnet, beantwortet die Frage: „Warum soll ich ausgerechnet bei dir kaufen oder mit dir arbeiten und nicht bei jemand anderem?“ Dein USP kann sich auf viele Dinge beziehen wie deine Arbeitsweise, deine Spezialisierung, deine Zielgruppe, deine Werte oder Haltung.

4. Deine Werte

Gerade für soloselbstständige Dienstleisterinnen ist die Kommunikation der eigenen Werte enorm wichtig. Denn wenn du die falschen Kunden anziehst, wird deine Selbstständigkeit zur Hölle und du verlierst am Ende jegliche Freude an deiner Arbeit und kannst dich montags kaum aufraffen. Aber liste deine Werte nicht als einzelne Begriffe auf wie „Zuverlässigkeit“ oder „Wertschätzung“, sondern schreibe direkt, was das für dich und die Zusammenarbeit mit dir genau bedeutet.

5. Albtraumkunden ausschließen

Dieser Baustein ist tricky und einige Selbstständige trauen sich nicht, direkt die Menschen anzusprechen, mit denen sie nicht zusammenarbeiten wollen. Wenn du deine Albtraumkunden nicht direkt oder indirekt ausschließt, kann es passieren, dass sich genau diese Menschen bei dir melden. Und darauf hast du bestimmt keinen Bock! Beantworte also gern die Frage: „Du bist bei mir falsch, wenn [Ausschlusskriterium]“ oder „Meine Angebote eignen sich nicht für [Albtraumkunden]

Ausschluss bestimmter Kundentypen auf der Website der SEO-Akademie
Auf der Über-mich-Seite der SEO-Akademie zeige ich klar, mit welchen Kundentypen ich nicht arbeite, weil sie nicht zu meinen Werten passen.

Lesetipp: Warum die Definition deiner Traum- oder Albtraumkunden so wichtig ist, liest du in meinem Blogartikel „Traum- oder Albtraumkunden? Warum ich am liebsten mit diesen Menschen zusammenarbeite“.

6. Deine Mission

Auf deiner Über-mich-Seite kannst du auch zeigen, was dich antreibt – jenseits von Umsatz und To-dos. Deine Mission beschreibt den tieferen Sinn und Zweck deines Unternehmens: Warum gibt es dein Business und welchen Beitrag willst du leisten?
Du musst hier nicht zu groß denken und mit deinem Angebot gleich die Welt retten wollen. Auch kleine Missionen können kraftvoll sein: Vielleicht möchtest du mehr Achtsamkeit in den Alltag bringen, Menschen ermutigen, für sich einzustehen oder ihnen helfen, klarer zu kommunizieren. Frage dich: „Welches übergeordnete Anliegen steckt hinter deiner Arbeit?“

Beispiel für eine klare Mission von Copywriter und Business-Coach Tim Gelhausen
So beschreibt Copywriter und Business-Coach Tim Gelhausen seine Mission auf seiner Website (Quelle: Website von Tim Gelhausen)

7. Deine Heldenreise

Die Heldenreise ist die Story hinter deinem Warum: Was war der Schlüsselmoment, der dich zu dem gebracht hat, was du heute tust? Erzähle von deinem Weg, deinen Ängsten und Niederlagen, die du überwinden musstest. Was hast du daraus gelernt? Und warum lässt dich das Thema heute nicht mehr los?

Diese persönliche Entwicklung ist oft eng mit deiner Motivation verknüpft – also mit dem, was dich innerlich antreibt, auch wenn es mal schwierig wird. Teile, was dich bewegt, woran du glaubst und warum du genau diese Arbeit machst. So wird deine Heldenreise zur Brücke zwischen dir und den Menschen, die du unterstützen willst.

Beispiel für eine persönliche Heldenreise auf der Website von Dr. Golriz Rayal
Storytellerin und Verkaufsexpertin Dr. Golriz Rayal erzählt auf ihrer Website sehr persönlich von ihrer eigenen Entwicklung – ein gelungenes Beispiel für eine authentische Heldenreise. (Quelle: Website von Golriz Rayal)

8. Fun Facts und Persönliches

Dieser Baustein ist ein absolutes Muss – denn Persönlichkeit schafft Nähe. Mit kleinen, charmanten Fun Facts zeigst du, wer du bist, und ermöglichst deinen Lesern, sich mit dir zu identifizieren. Es entsteht eine emotionale Verbindung, die im Gedächtnis bleibt und dich von anderen unterscheidet.

Oft sind es genau diese Details, die den Ausschlag geben: Vielleicht, weil deine Oma aus demselben Dorf im Schwarzwald stammt oder ihr beide einen schwarzen Kater habt. Wichtig ist jedoch auch die Balance. Vergiss neben den persönlichen Anekdoten nicht die Hard Facts – also Qualifikationen und Expertise. Erst das Zusammenspiel aus beidem ergibt ein stimmiges Gesamtbild von dir und deinem Business.

Foto-Collage mit persönlichen Fun Facts der Fotografin Kerstin Sönnichsen
So kreativ können Fun Facts aussehen: Auf ihrer Über-mich-Seite zeigt die Fotografin Kerstin Sönnichsen in einer visuellen Collage, was sie liebt – perfekt auf ihre Branche abgestimmt. (Quelle: Website von Kerstin Sönnichsen)

Tipp: Nutze kurze Statements oder authentische Fotos und verlinke hier gern deinen Fun-Facts-Blogartikel, falls du einen hast.

9. Deine Vision

Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Definieren einer Vision bei meinem eigenen Branding immer schwierig fand. Vision hört sich so groß und futuristisch an – so wie Elon Musk, der auf den Mars will. Mach es dir einfacher. Du musst hier nicht so episch denke, sondern erzähle, was du dir auf lange Sicht für dich und deine Kunden wünschst. Achte aber darauf, dass sich deine Vision nicht nur um deinen eigenen Erfolg dreht.

10. Call-to-Action

Du hast die Leser jetzt in deinen Bann gezogen und nun? Überlege genau, was sie als Nächstes tun sollen zum Beispiel deinen Newsletter abonnieren, Blogartikel lesen, deine Angebotsseiten erkunden, dein Kontaktformular ausfüllen oder ein Kennenlerngespräch vereinbaren. So leitest du sie elegant zu deinen Angeboten und in deinen Verkaufstrichter. Überfordere sie aber nicht, sondern bleibe bei maximal zwei Handlungsaufforderungen.

11. Logos, Auszeichnungen und Kundenstimmen

Hier kannst du so richtig auf den Putz hauen. Bei Freelancern bietet sich die Einbindung von Kundenlogos an (frag aber deine Auftraggeber lieber vorher nach Zustimmung, damit du deine Geheimhaltungsvereinbarung nicht brichst). Liste auch Auszeichnungen oder Qualifikationen auf, die zu deinem aktuellen Angebot passen sowie ausgewählte Kundenstimmen. Wenn du Gast in einem Podcast, Speaker bei einer Konferenz oder Gastautor bei einem Blog warst, binde die entsprechenden Inhalte hier ein.

12. Deine Angebote

Schlussendlich soll auch deine Über-mich-Seite verkaufen. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass sich Leser direkt beim ersten Websitebesuch für eines deiner Angebote entscheiden, besonders, wenn du im Premium-Bereich unterwegs bist. Liste hier aber trotzdem deine beliebtesten Angebote auf, damit sich der Besucher informieren kann und einen Einblick davon bekommt, auch in welchem Preisspektrum du unterwegs bist.

Der ideale Aufbau einer Über-mich-Seite

Es gibt nicht den einen richtigen Aufbau für eine Über-mich-Seite. Jeder hat einen eigenen Stil, eine eigene Geschichte und eine andere Zielgruppe. Dennoch gibt es ein paar bewährte Abschnitte, die sich in der Praxis besonders gut bewährt haben und Leser gezielt abholen. Hier findest du einen möglichen Aufbau, der sich flexibel an dein Business anpassen lässt.

1. Der Hero-Bereich

Der sogenannte Hero-Bereich ist das Erste, was Besucher auf deiner Über-mich-Seite sehen, noch bevor sie scrollen. In der Fachsprache nennt man diesen sichtbaren Bereich „Above the Fold“, also über dem Falz. Die Metapher stammt aus der Zeit der Zeitungsstände: Was man auf der gefalteten Zeitung sofort sah, musste so überzeugend sein, dass man sie kaufen wollte. Und genau das gilt auch für deine Website.

Auch wenn die Seite Über dich heißt, geht es in diesem ersten Abschnitt vor allem um deine Besucher. Sie stellen sich (bewusst oder unbewusst) die Frage: „Was bringt mir das, dass ich hier gerade lese?“

Deine Aufgabe ist es, ihnen blitzschnell klarzumachen:

  • Worum geht es hier?
  • Für wen ist diese Seite relevant?
  • Was erwartet mich weiter unten auf der Seite?

Was die Gestaltung angeht: Oft sieht man in diesem Abschnitt ein Portraitfoto oder sogar ein Bild als Hintergrundbanner mit Text-Overlay. Wichtig ist: Die Botschaft muss sofort erkennbar sein – optisch wie inhaltlich.

Tipp: Hier ist der perfekte Ort für deinen Elevator Pitch, also eine knackige Headline mit kurzer Erklärung. Kombiniert mit einem sympathischen Foto von dir entsteht sofort ein persönlicher Eindruck.

Braucht der Hero-Bereich auf der Über-mich-Seite einen Call-to-Action?

Ein Call-to-Action gleich am Anfang ist bei Über-mich-Seiten nicht zwingend notwendig, aber auch nicht verboten. Wenn du zum Beispiel einen sehr klaren nächsten Schritt hast, wie beispielsweise ein kostenloses Kennenlerngespräch, kannst du hier schon einen Button einbauen. Achte aber darauf, dass er sich organisch einfügt und nicht zu werblich wirkt.

2. Der „Hallo, ich bin …“-Bereich

In diesem Abschnitt wird es persönlicher: Du stellst dich mit Namen, Rolle und Tätigkeit vor. Sag klar, was du machst, für wen du arbeitest und worin deine besondere Stärke liegt. Auch deine Haltung oder dein fachlicher Fokus dürfen hier sichtbar werden, ebenso wie ein authentisches Foto.

Ziel dieses Abschnitts ist es, Vertrauen aufzubauen und deine Kompetenz greifbar zu machen.

3. Der „Für wen dein Angebot gedacht ist – und für wen eher nicht“-Bereich

Nachdem du dich vorgestellt hast, kannst du hier noch konkreter werden: Wer profitiert besonders von deiner Arbeit? Und genauso wichtig: Wer nicht?

Dieser Abschnitt dient der Klarheit – für dich und für deine Leser. Du ziehst die richtigen Menschen an und grenzt gleichzeitig diejenigen aus, die nicht zu dir passen. Das spart beiden Seiten Zeit und Nerven.

Du kannst das ganz unterschiedlich umsetzen:

  • als kurze Stichwortliste (beispielsweise geeignet / nicht geeignet),
  • als Kachel-Layout mit kleinen Icons oder Bildern,
  • als „Du bist bei mir richtig, wenn … / falsch, wenn …“,
  • oder auch ganz schlicht im Fließtext.

Wichtig ist: Sprich Klartext, ohne verletzend zu sein. Humor darf dabei natürlich auch sein, solange er zu deinem Stil passt.

4. Der Heldenreisen-Bereich

Die sogenannte Heldenreise ist ein Storytelling-Prinzip, das du bestimmt schon aus Filmen oder Romanen kennst: Eine Hauptfigur wird mit einem Problem konfrontiert, begibt sich auf eine Reise, wächst an Herausforderungen und kehrt schließlich mit neuem Wissen zurück.

Auch auf deiner Über-mich-Seite darf (und sollte!) deine persönliche Geschichte Raum bekommen. Zeig, wie du zu dem geworden bist, was du heute tust. Was war der Wendepunkt? Was hat dich geprägt? Welche Hürden musstest du überwinden – beruflich, persönlich oder emotional?

Dabei geht es nicht um Selbstdarstellung, sondern um Verbindung. Wenn deine Leser verstehen, warum dir dein Thema am Herzen liegt, spüren sie deine Glaubwürdigkeit und bauen Vertrauen auf.

Tipp: Fokussiere dich auf die Aspekte deiner Geschichte, die relevant für deine Zielgruppe und deine derzeitigen Angebote sind. Mach diesen Abschnitt nicht zu lang, denn sonst springen die Leser irgendwann ab.

5. Der „Deine Werte und Vision“-Bereich

Dieser Abschnitt ist optional, aber er kann helfen, die richtigen Menschen anzuziehen (und die falschen auszusortieren). Wenn du deine Werte zeigst, gibst du deinen Leserinnen und Lesern Orientierung: Was ist dir in der Zusammenarbeit wichtig? Wofür stehst du?

Wichtig: Bitte keine Buzzwords wie Authentizität oder Zuverlässigkeit aneinanderreihen. Zeig lieber in eigenen Worten, wie du tickst und warum dir bestimmte Dinge wichtig sind. Deine Haltung darf spürbar werden, ob in einem Fließtext oder durch kleine Aussagen, die deine Überzeugungen widerspiegeln.

Wenn du magst, kannst du auch einen Blick in die Zukunft werfen: Was wünschst du dir für dich, deine Kunden oder deine Branche? Deine Vision muss nicht weltverändernd klingen, manchmal reicht schon ein ehrlicher Wunsch nach mehr Klarheit, Menschlichkeit oder Wirkung.

Übrigens: Ich habe auf meiner eigenen Website keinen separaten Abschnitt mit „meinen Werten“. Stattdessen kommuniziere ich meine Haltung über meine Zielgruppendefinition und in der Albtraumkunden-Kommunikation. Zum Beispiel, indem ich deutlich mache, mit wem ich nicht arbeiten möchte. Das wirkt oft stärker als jede abstrakte Liste von Begriffen.

6. Der „Deine Expertise und Qualifikationen“-Bereich

Hier zeigst du, dass du weißt, wovon du sprichst, ohne deinen kompletten Lebenslauf aufzuzählen. Es geht nicht darum, alles aufzulisten, was du jemals gemacht hast, sondern gezielt um die Qualifikationen, die heute für deine aktuelle Tätigkeit relevant sind.

Dazu können gehören:

  • Zertifikate und Weiterbildungen
  • Auszeichnungen, die zu deinem Fachbereich passen
  • Fachbezogene Mitgliedschaften oder Partnerprogramme

Stell dir bei jedem Punkt die Frage: Hilft diese Information, das Vertrauen in meine Expertise zu stärken oder lenkt sie eher ab?

Tipp: Nenne nur das, was deine Wunschkundinnen überzeugt. Eine frühere Ausbildung als Zahnarzthelferin ist spannend, aber wenn du jetzt Instagram-Coach bist, passt das eher in deinen Fun Facts-Bereich.

7. Der „Kundenstimmen, Case Studies und Social Proof“-Bereich

Menschen vertrauen Menschen und Social Proof hilft enorm dabei. Hier zeigst du, dass andere schon mit dir gearbeitet haben und begeistert waren. Das schafft Glaubwürdigkeit und senkt die Hürde für neue Interessenten.

Typische Elemente:

  • Kundenstimmen (Testimonials) – am besten mit Namen, Bild und konkretem Ergebnis
  • Case Studies – als verlinkte Artikel oder kurze Teaser mit Vorschau
  • Logos von Kunden oder Kooperationspartnern – wenn du die Erlaubnis zur Nutzung hast

Tipp: Auch ein „Schon gesehen bei …“ mit Logo-Reihe (z. B. Podcasts, Interviews, Gastartikel) kann Vertrauen schaffen. Achte aber auf Relevanz: Es muss zum Thema passen und sollte deine Kompetenz unterstreichen.

8. Der „Fun Facts“-Bereich

Dieser Abschnitt ist kein Nice-to-have, sondern ein echter Gamechanger, wenn es darum geht, Sympathie aufzubauen. Denn ganz ehrlich: Expertise allein reicht oft nicht. Deine Websitebesucher wollen auch wissen, mit wem sie es eigentlich zu tun haben. Und genau hier punkten deine persönlichen Seiten.

Psychologischer Hintergrund: Menschen entscheiden emotional und rechtfertigen ihre Entscheidungen später rational. Was bedeutet das für dich? Gemeinsame Interessen, schräge Hobbys oder charmante Eigenheiten schaffen Beziehung und Vertrauen, lange bevor über Angebote oder Preise gesprochen wird.

Wie du diesen Abschnitt gestaltest, hängt von deinen persönlichen Präferenzen und Skills ab:

  • als visuelle Collage (ideal für Fotografinnen)
  • als kleine Galerie mit Bildunterschriften
  • als Stichpunktliste mit Mini-Stories
  • oder einfach mit einem privaten Lieblingsfoto + kurzer Erklärung

Tipp: Verlinke hier gern zu deinem ausführlichen „Fun-Facts“-Artikel, wenn du einen hast oder nutze diesen Abschnitt, um einfach charmant und unverstellt zu zeigen, wer du bist.

9. Der „Call-to-Action“-Bereich

Du hast die Besucher jetzt durch deine Geschichte geführt und hoffentlich für dich begeistert. Was du jetzt nicht tun solltest: sie einfach ziehen lassen! Stattdessen leitest du sie mit einem klaren Call-to-Action zur nächsten sinnvollen Handlung.

Das muss nicht immer der direkte Weg zum Kauf sein. Gerade auf einer Über-mich-Seite ist ein „sanfter Einstieg“ oft effektiver, zum Beispiel:

  • der Hinweis auf deinen Newsletter oder Lead-Magneten
  • eine Einladung zu deinem Podcast oder Instagram-Kanal
  • der Link zu einem passenden Blogartikel oder einer Ressourcen-Seite
  • ein Button zum Kennenlerngespräch oder zu deinen Angeboten

Was du hier nennst, hängt von deinem Geschäftsmodell, deinem Angebot und deinem Funnel ab. Aber ganz gleich, wofür du dich entscheidest: Mach es konkret und bleib bei maximal ein bis zwei Handlungsaufforderungen.

Über-mich-Seiten: Ideen- und Inspirationssammlung

Du möchtest sehen, wie andere Selbstständige ihre Über-mich-Seite aufgebaut haben? In diesem Blogartikel stelle ich dir über 15 Über-mich-Seiten von Coaches, Expertinnen und Soloselbstständigen vor – ganz ohne Bewertung, sondern als reine Inspirationsquelle.

Die Beispiele zeigen dir, wie unterschiedlich solche Seiten aussehen können: von klassisch bis kreativ, von knapp bis ausführlich. Schau einfach mal rein und lass dich inspirieren. Vielleicht findest du ja eine Idee, die du für deine eigene Seite übernehmen oder weiterentwickeln möchtest. Viel Spaß!

SEO für deine Über-mich-Seite

Deine Über-mich-Seite ist oft eine der meistgeklickten Seiten deiner Website und genau deshalb ein strategisch wichtiger Ort für Suchmaschinenoptimierung.

Vor allem wenn jemand deinen Namen googelt, entscheidet deine Über-mich-Seite mit darüber, ob du gefunden wirst und ob Google dich mit deiner Expertise in Verbindung bringt. Aber SEO endet längst nicht mehr bei Google.

Immer häufiger greifen Menschen auf KI-gestützte Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity, Claude oder andere KI-Tools zurück, wenn sie sich informieren oder Dienstleister suchen. Und auch diese Systeme analysieren deine Website, um dein Profil und deine Expertise korrekt einzuordnen.

Gerade deine Über-mich-Seite ist dabei entscheidend, denn sie bildet deine Personal Brand so deutlich ab wie keine andere Seite auf deiner Website.

Was du aus SEO-Sicht beachten solltest:

  • Dein vollständiger Name muss sichtbar sein und zwar mehrfach.
  • Eine klare Berufsbezeichnung, die zeigt, was du tust und für wen.
  • Metadaten, die dein Thema in wenigen Worten auf den Punkt bringen.
  • Bilder mit ALT-Text und Dateinamen, die dir Sichtbarkeit in der Bildersuche bringen.
  • Eine strukturierte Seite mit klaren Zwischenüberschriften, damit Suchmaschinen (und KI-Systeme) den Inhalt schnell erfassen können.

Diese Punkte allein bringen dich schon ein gutes Stück weiter, aber im Detail steckt noch viel mehr Potenzial.

Mach deine Über-mich-Seite zum Kundenmagneten

Du hast jetzt jede Menge Input bekommen – von den wichtigsten Inhalten über den idealen Aufbau bis hin zu häufigen Fehlern und SEO-Tipps.

Aber klar ist auch: Eine starke Über-mich-Seite entsteht nicht über Nacht. Sie braucht Klarheit, Persönlichkeit, Struktur und manchmal auch einen kleinen Schubs in die richtige Richtung.

Deine Über-mich-Seite klingt nett – aber nicht nach dir?

Dann komm am 3. September 2025 um 10 Uhr in unsere Live-Masterclass! Gemeinsam zeigen dir Copywriterin Stephanie Schmidmeister und SEO-Expertin Silvia, wie du eine Über-mich-Seite erstellst, die:

  • dich authentisch zeigt
  • strategisch Vertrauen aufbaut
  • und still & leise verkauft – ohne pushy zu sein

Sicher dir jetzt deinen Platz und erhalte als Boni ein persönliches Feedback-Video auf deine Über-mich-Seite.

Live-Masterclass Über-mich-Seite Banner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hi, ich bin Silvia!

Mit der SEO-Akademie helfe ich dir, über Google und Co. mehr Sichtbarkeit zu gewinnen – für eine Website, die dir zuverlässig Anfragen von Traumkunden bringt.

Live-Masterclass: SEO Meets Story

Lerne in der Live-Masterclass am 3. September um 10 Uhr, wie deine Über-mich-Seite bei Google rankt und gleichzeitig deine Wunschkunden überzeugt.

Folge mir auch hier

Ja, ich will den SEO-Adventskalender 2025

Bitte gib deinen Vornamen und deine E-Mail-Adresse ein, um vom 1. bis 24. Dezember 2025 jeden Tag einen kurzen, umsetzbaren Impuls zu mehr Sichtbarkeit im KI-Zeitalter per E-Mail zu erhalten.

Ja, ich will auf die Warteliste der Masterclass

Trag dich ein und sichere dir den besten Preis, den es so nur vor dem offiziellen Start gibt, sowie einen exklusiven Bonus.

Ja, ich will eine Selbstständigkeit, die Freude macht.

Trag dich ein und hol dir wöchentliche Impulse für eine Website, die Kunden anzieht, die wirklich zu dir passen – für Solo-Selbstständige, die Montag früh mit Elan aus dem Bett springen und sich auf ihre Arbeit freuen wollen.

Ja, ich will den SEO-Ratgeber.

Bitte gib deinen Vornamen und deine E-Mail-Adresse ein, damit ich dir den Ratgeber mit 5 einfachen SEO-Tipps für Solo-Selbstständige zuschicken kann.